Kerzensprüche zur Wintersonnenwende

Sonnenwende! Weihenacht! Neu zu frohem Erkennen erwacht, was im Dunkel der Nacht sich verlor. Leuchte der Weisheit, flamme empor! Sonnenwende! Weihenacht! Wie die Sonne in siegender Macht Mächte der Finsternis niederzwingt, Stärke im Schaffen das Werk vollbringt. Sonnenwende! Weihenacht! Kündest nahende Frühlingspracht, Wiedererwachen der starren Natur, knospende Schönheit in blühender Flur.  

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Kettenspruch zur Wintersonnenwende

Wende Sich, Sonne, dem Frühling entgegen! Leuchte uns allen die rechte Bahn. Leit‘ hin die Völker auf friedlichen Wegen, Führ uns zur Höhe der Menschheit hinan! Gib uns mit deinem Lichte die Stärke, Lass es die Quelle der Wahrheit uns sein! Edel, hilfreich und gut lass uns handeln, Allen Menschen ein Vorbild zu sein! Gib uns das Feuer edler Begeist’tung Zu schmieden die Kette für und für. Treue um Treue lasset uns halten, FZAS – sei unser Panier! Br∴ Wißmann, Biebrich am Rhein, 1921

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Tempelweihe

Vollendet ist der neue Tempel, Der Meister gab ihm würd’ge Weih‘, Dass er die Werkstatt freier Geister Und treuer Liebe Heimat sei. In seinem reich gezierten Räumen, Durchströmt von Farbenglanz und Licht, Ruft nun zu erstenmal der Hammer Die Brüder an die ernste Pflicht. So sei der Tempel eingesegnet Als freier Männer sich’rer Hort, Als ein Asyl bedrängter Herzen, Als Zuflucht für das freie Wort. Hier sollt ihr wirken, sollt ihr schaffen Im Dienste, dem ihr Euch geweiht, Ein Zeughaus sei’s für geist’ge Waffen Im Kampf um eine bess’re Zeit. unbekannt

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Mensch zu sein

Nicht mehr würde Furcht und Pein Unsere schönsten Freuden stehlen, Schlössen wir in uns’re Seelen Nur die Kinderweisheit ein, Den Beruf nicht zu verfehlen: Mensch zu sein! Theobald Nöthig

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Trag in das Volk der Wahrheit Licht

Trag in das Volk der Wahrheit Licht verbirg’s nicht scheu in dunkler Kammer. Und magst du’s nicht, und kannst du’s nicht, so wirf beiseite Schurz und Hammer. Br∴ Emil Rittershaus

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Menschen gehen vorüber

Menschen gehen vorüber, Sehnsucht auf ihrem Gesicht, schreiten sie suchend ins Dunkel und du erkennst sie nicht. Menschen leben verzweifelt, Leid auf ihrem Gesicht schreit nach deiner Liebe, doch du verstehst sie nicht. Menschen stehen am Wege, Tod auf ihrem Gesicht stehen, warten und streben, ohne dich, ohne Licht. unbekannt

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Am Himmel steht strahlende Sonne

Am Himmel steht strahlende Sonne, auf allen Wegen liegt Licht; wir aber leben im Dunkel und sehen die Sonne nicht. Wir wandern einsam die Straßen, der Bruder den Bruder nicht kennt. Gesetz und Geld zieh’n die Grenze, die Menschen vom Menschen trennt. Wir wissen, dass Menschen hungern. In den Kästen verfalt unser Brot, doch gläubig singen wir Psalme und reden von Liebe und Not. Wir lehren die Kinder wahr sein, und sprechen von Tugend und Pflicht. Doch sehend erschrecken die Kinder vor der Lüge auf unserem Gesicht. Wir halten uns selbst gefangen, umgeben von Missgunst und Arg, die einstmals Fremde…

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Beständiges

Lasst fahren hin das allzu Flüchtige! Ihr sucht bei ihm vergebens Rat; in dem Vergangenen lebt das Tüchtige, verewigt sich in schöner Tat. Und so gewinnt sich das Lebendige durch Folg‘ und Folge neue Kraft; denn die Gesinnung, die beständige, sie macht allein den Menschen dauerhaft. So löst sich jene große Frage nach unserm zweiten Vaterland; denn das Beständige der ird’schen Tage verbürgt uns ewigen Bestand. Br∴ J. W. von Goethe

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