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    Robert Gurk
    Meister vom Stuhl

Wieder flechten wir zum Kranze – 55

Melodie: J. Peters
Text: Cäsar Flaischlen

Wieder flechten wir zum Kranze
der vergangnen still ein Jahr,
und in buntem Lichterglanze
stellt das Weihnachtsfest sich dar.
Eint auch uns zu schöner Feier -,
freu sich jeder, dem’s vergönnt,
|: denn wer weiß, ob ihm der Christbaum
übers Jahr so wiederbrennt. :|

Doch es töne dieser Stunde
Freude und in Lied und Wort,
ob so manche Knospe welke,
ob so mancher Kranz verdorrt!
Und nach alter Brudersitte
nehmt das erste Glas zur Hand:
|: dass es nie sich lockern möge,
unsrer Freundschaft schönes Band. :|

Wie ein Gruß aus ferner Heimat
mahnt der buntgeschmückte Baum
an verklungner froher Tage
längst entschwundner Kindheit Traum-,
ihr drum auch und allen Lieben,
ob sie noch so fern und weit,
|: dass im Ohr es ihnen klinge,
sei das zweite Hoch geweiht! :|

Was das Jahr in stetem Wechsel
zwischen Lust und Leid gebracht,
alles Trübe sei vergessen
und des Guten nur gedacht!
Und wie’s dränge sich und treibe
und was jeder auch verlor,
|: ein nur haltet, dass es bleibe:
Lieb‘ und Frohsinn und Humor! :|

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