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    AUFGRUND DES PANDEMIEVERLAUFS UND DER DAMIT VERBUNDENEN MASSNAHMEN SIND FÜR JANUAR 2021 ALLE PHYSISCHEN TREFFEN UNSERER LOGE ABGESAGT.

     

    Betroffen sind alle freimaurerischen Tempelarbeiten und Festlichkeiten. Clubabende und Gästeabende mit Vorträgen werden online per Videokonferenzen durchgeführt. Ob die Veranstaltungen in den Folgemonaten stattfinden  können, ist sehr fraglich und kann derzeit noch nicht beurteilt werden

     

    Robert Gurk
    Meister vom Stuhl


Ja, es ist ein mächtig Tagen – 59 *

Melodie: J. Peters
Text: Fr. von Schack

Ja es ist ein mächtig Tagen
auf der Welt, wie nie zuvor.
Unsichtbare Schwingen tragen
lichtwärts jeden Geist empor.
Und Gedanken, nie gedacht noch
brechen sich auf Erden Bahn;
|: und wo eben diese Nacht noch
sich gebreitet, flieht der Wahn. :|

Nicht am Fuße der Altäre
kniet der Mensch mehr angstbedrängt;
eines höheren Glaubens Lehre
hat der Tempel Dach gesprengt
Und die Götter seiner Kindheit,
Bilder seines kleinen Ichs,
|: schwanden hin, wie ihm die Blindheit
nach und nach vom Auge wich. :|

Aus der Urzeit finstrem Schlunde,
den kein Schimmer noch erhellt,
bringt zu ihm die Wunderkunde
einer ungeahnten Welt.
Und er sieht durch Jahr-Äonen,
eh der Menschheit Tag beginnt,
|: Wesen schon auf Erden wohnen,
die von seinem Stamme sind. :|

Rau und wild, und von dem dumpfen
Traum der Weltnacht übermannt,
lebten noch die Geistesstumpfen,
an das Dunkel starr gebannt.
Hausend in der Höhlen Nächten,
Mensch mit Mensch im ew’gen Hass,
|: aus der Feinde Schädel zechten
sie der Adern blut’ges Nass. :|

Aber auf der Wesenleiter,
die vom Tier zum Gotte steigt,
ward vom Weltgeist ihnen weiter,
höher stets der Pfad gezeigt.
Aus der Urwelt Grauen drangen
sie durch Schrecken, Mord und Tod
|: aufwärts im jahrtausendlangen
Kampf zum großen Morgenrot. :|

Ihre Rauheit ward zur Milde,
und gelöst vom finstren Bann
sah verklärt im Kunstgebilde
sie ihr eignes Wesen an.
Aber höher müsst ihr klimmen,
steil noch ist der Weg und weit!
|: Hört! Euch rufen Geisterstimmen
hoch aus der Unendlichkeit. : |

Und aus fernster Himmelsferne,
von der Zukunft lichten Höhn,
winken wunderbare Sterne,
die kein Auge noch geseh’n.
Auf denn, in den klaren Äther,
immer aufwärts, bis ihr fühlt,
|: dass er eurer niedern Väter
letzten Erbfleck von euch spült. :|

Wenn die Sonne ihr erflogen,
schon aus höhern Himmeln bricht,
über euch im Strahlenwogen
neuer Glanzgestirne Licht.
Und den Flug erst dürft ihr senken,
wenn am Ziel, das eurer harrt,
|: euer Wollen all und Denken
licht wie sie und göttlich ward. :|

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