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    Robert Gurk
    Meister vom Stuhl

Der Mensch hat nichts so eigen – 67

Nach Simon Dach (1640) übertragen von Herder
Melodie: Norbert Artner

Der Mensch hat nichts so eigen,
so wohl steht ihm nichts an,
als dass er Treu erzeugen
und Freundschaft halten kann.
Wenn er mit seinesgleichen
getreten in ein Band,
darf er von ihm nicht zu weichen
mit Herzen, Mund und Hand.

Die Sprach ist uns gegeben,
damit wir nicht allein
vor uns nur sollen leben
und fern von Freunden sein;
wir wollen uns befragen,
und sehn auf guten Rat,
das Leid einander klagen,
so uns betroffen hat.

Was kann dir Freude machen,
wenn einsam du verweilst:
das gibt ein doppelt Lachen,
wenn Freunden teilst.
Der kann sein Leid vergessen,
der es von Herzen sagt;
der leidet unermessen,
der insgeheim sich plagt.

Wohl mir, ich habe Herzen,
so treu, wie sich’s gebührt,
Die mit mir Freud und Schmerzen
wie eigene gespürt.
ich bin auch ihnen wieder
von Grund und Seele hold;
ich lieb euch mehr, ihr Brüder,
als alles Gut und Gold!

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